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GAIMH - Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit

Die GAIMH setzt sich ein für die Förderung seelischer Gesundheit in der frühen Kindheit sowie für die Vermeidung und Früherkennung von Fehlentwicklungen.

Arbeitsgruppen

Donnerstag: 06.02.2020, 9.00-12.00

AG Kinderschutz und Frühe Hilfen

Schwerpunktthema mit Impulsreferat 2020: Vernachlässigung

Die Formen der Vernachlässigung können sich auf unterschiedlichen Ebenen zeigen. Häufig erfolgt eine Vernachlässigung nicht nur durch eine Form der Handlung bzw. Unterlassung, sondern tritt auch gemeinsam mit anderen Mustern von Misshandlungen auf. Es kann sowohl die emotionale als auch die körperlichen Ebenen betroffen sein. In der Arbeitsgruppe wird zunächst ein Überblick über die Formen der Kindesmisshandlungen und Kindesvernachlässigungen gezeigt werden und in welchem Zusammenhang sie miteinander stehen können. Die weiteren Formen der Vernachlässigung werden differenziert dargestellt werden. Statistische Erhebungen geben einen Überblick über die Häufigkeiten des Auftretens von Misshandlungs- und Vernachlässigungsformen. Auch die Verteilung auf die unterschiedlichen Altersgruppen wird dargestellt. Neben der Vermittlung des Themas, sollen auch Handlungsmöglichkeiten und Möglichkeiten des strukturierten Vorgehens ausreichend Raum erhalten.

Für einen gemeinsamen Austausch und Vorstellung eigener Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Informationsvermittlung aus den unterschiedlichen Ländern wird ausreichend Zeit eingeplant sein

AG Entwicklungsbegleitung

GAIHM 2020/Wien: Arbeitsgruppe Entwicklungsbegleitung

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Betreuungsquote der unter drei jährigen Kinder in den letzten Jahren (in Deutschland, Österreich oder auch in der Schweiz) kontinuierlich gestiegen ist, sodass von einer Institutionalisierung der Kindheit gesprochen wird: Kinder verbringen zusehends früher in ihrer Biographie mehr Zeit in Kindertagesstätten. Die Gründe dafür sind verschieden: So spielt z.B. der ökonomische Druck durch die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse hierfür ebenso eine Rolle wie elterliche Wünsche, sich beruflich zu verwirklichen und weiterzuentwickeln. Kindertagesstätten spielen jedenfalls eine immer größere Rolle für Kinder aber auch für deren Familien. Dies wird z.B. auch daran erkennbar, dass Kindertagesstätten mit einem Bildungsauftrag betraut sind, den sie zu erfüllen haben. In öffentlichen, bildungspolitischen, aber z.T. auch in fachwissenschaftlichen Diskursen zeigt sich hier eine Tendenz der Humankapitalorientierung: Je früher in Kindheit investiert wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dies auch volkswirtschaftlich „rechnen“ wird. Diese Ökonomisierung der Kindheit reicht bis in die Tiefenstrukturen des Praxisfeldes hinein. Etwa wenn von der Kundenorientierung in diesem Bereich gesprochen wird, wenn Leiter*innen ihre Einrichtungen „managen“ sollen oder wenn pädagogische Fachkräfte „fit“ für die Schule machen sollen. Innerhalb solcher Diskursstränge wird indessen kaum die Frage aufgegriffen, welche Bedeutung die skizzierten Veränderungen für Kinder und Familien haben (bezogen auf die familiären Strukturen, auf die familiäre Beziehungsmatrix oder bezogen auf die emotionalen Innenwelten) und welche Konsequenzen daraus für die pädagogische Arbeit (Betreuung, Erziehung und Bildung) mit Kindern und für die Zusammenarbeit mit Eltern bzw. Familien zu ziehen sind. In der Arbeitsgruppe sollen Fragen wie diese diskutiert werden.
Als Impuls wird Dr. Maria Fürstaller Einblick in ihre Arbeit der psychoanalytisch orientierten Untersuchung zur Eingewöhnung in Wiener Kindertagesstätten geben. Im Zentrum des Gesprächs in der Arbeitsgruppe soll dabei die Frage stehen, wie ein verstehender Zugang zu Kindern, Eltern aber auch zur eigenen pädagogischen Arbeit gewonnen werden kann. Dabei wird u.a. die Methode der Work Discussion nach dem Tavistock-Modell, als Instrument zur Praxisreflexion, zur Diskussion gestellt.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und spannende Diskussion – die Arbeitsgruppe ist offen für alle Interessierten. Sie müssen nicht Mitglied der GAIMH sein und können unverbindlich am Treffen der Arbeitsgruppe teilnehmen, ohne die GAIMH-Tagung zu besuchen. Um eine Anmeldung wird gebeten an die Ländervertretung: Ursula Fürle-Tröstl.

Email: fuerle-troestl@gmx.at

AG Psychisch kranke Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern

In dieser AG wird sehr offen und lebendig über das breite Themenfeld rund um betroffene Säuglingen und Kleinkinder diskutiert.

An der kommenden Tagung werden wir uns neben aktuellen Fragen mit konkreten Fällen aus der Teilnehmergruppe beschäftigen. Wer Interesse hat einen Fall vorzustellen (gerne auch mit Video) kann dies im Vorfeld bei silvia.reisch@stgag.ch anmelden.

Wir freuen uns auf alle TeilnehmerInnen und hoffen, dass die AG für den beruflichen Alltag spannende Anregungen bereit halten wird.

AG Psychotherapie und Psychoanalyse

25 Jahre GAIMH – 25 Jahre Engagement für die Wahrnehmung der auch unbewussten Bedürfnisse und Nöte von Babys, Kleinkindern und ihren Eltern.

Auf der Jubiläumstagung möchten wir in unserer AG Rückschau halten auf die wesentlichen psychoanalytischen Beiträge zum Verständnis der Entwicklungsbedürfnisse von Babys, Kleinkindern, Eltern und Familien.
Wir werden unsere wichtigsten Referenzsysteme vorstellen, die uns Orientierung geben in dem komplexen Feld der Begegnungen mit Babys und ihren Bezugspersonen und die uns helfen, triadische Entwicklungsräume zu fördern.
Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker waren Pioniere in der Eltern-Baby-Therapie.
An Hand von Fallbeispielen möchten wir das psychoanalytische Verständnis für die frühen Interaktionen zwischen Eltern und Babys und den spezifischen Herausforderungen, die Eltern erleben, deutlich werden lassen.
Wir werden vermitteln, welche Konzepte wir von den psychoanalytischen Klassikern , wie u.a. Michelé Soulé, Selma Fraiberg, Daniel Stern und Horst Eberhard Richter, für die praktische Arbeit verwenden. (M.Soulé «Das imaginäre Kind- Das Kind im Kopf», S.Fraiberg «The Ghost in the Nursery» ,D.Stern «Mutterschaftskonstellation» u. H.E. Richter »Eltern,Kind, Neurose».)
Die Psychoanalyse muss auf Grund ihres Wissens sich auch darum kümmern, welche Entwicklungsbedingungen treffen Kinder in Institutionen an.
Daher wird auch noch das psychoanalytische Krippen-Curriculum «BIB-Beziehung im Blick» und die SGIKK-Initiative(Seelische Gesundheit in Kita, Krippe und Kindertagespflege) vorgestellt.
Wir sind eine offene Gruppe. Auch junge TeilnehmerInnen sind willkommen, die bisher noch nicht viel Erfahrung in der Eltern-Baby-Therapie sammeln konnten und für die die psychoanalytischen Konzepte neu sind.
gez. Inken Seifert-Karb, Sabine Fiala Preinsperger u. Egon Garstick

AG Säuglingspsychosomatik, Monika Strauss und Michael Watson

Wie schon in den letzten Jahren möchten wir in dieser Arbeitsgruppe v.a. den fachlichen Austausch von erfahrenen Klinikern fördern. Daher sind die Teilnehmenden eingeladen, Fallvignetten aus ihrem jeweiligen Alltag mitzubringen, die wir dann in der Gruppe diskutieren können. (Je nach Gruppengrösse arbeiten wir mit "outer" und "inner circle").

Als fachlichen Input werden wir folgendes Thema vorbereiten:

Das extrem früh geborene Baby und seine Familie

  • neue technische Möglichkeiten und Erkenntnisse der Neonatologie, typische Komplikationen, Auswirkung auf die Entwicklung, Verläufe.

Im zweiten Teil der AG werden wir einige Fallbeispiele diskutieren. Dabei haben sowohl Vignetten zum vorgeschlagenen Thema Platz als auch Problemstellungen aus dem klassischen psychosomatischen Bereich (Ess- Schlaf- Regulationsstörungen, posttraumatische somatische Symptome etc.)

Die Gruppe ist offen für neue Mitglieder. Interessierte aus allen klinischen Berufen sind herzlich willkommen, auch junge KollegInnen; wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es sehr fruchtbar sein kann, wenn grosse Erfahrung auf grosse Offenheit und Neugier trifft.

Monika Strauss
momo.strauss@gmail.com

AG Pränatale Psychologie, Psychotherapie und Psychosomatik

Wenn die «pränatalen» Monster immer wieder in den Alltag einbrachen-

Von der Zeugung an entwickelt sich das Ungeborene als wissender, mit seiner Umgebung in stetem Austausch lebender Mensch. Es macht ressourcenbildende und belastende Erfahrungen, die niedergeschrieben werden im Körpergedächtnis. In der Verbindung mit seiner Mutter, idealerweise auch mit seinem Vater erlebt das Ungeborene Glück und Unglück, Freude und Angst, Trauer und Wut.

Die Liebe in der Triade von Mutter, Vater und Kind nährt und kann den mit frühen belastenden Erfahrungen verbundenen Stress lindern oder sogar heilen.

In dieser ersten vulnerablen Phase machen Menschen aber häufig existentielle Erfahrungen. Es geht dann ums Überleben oder Sterben. Da die daraus resultierenden Muster überwältigend sind, entwickeln sich in der postnatalen Lebenszeit Dysfunktionen im vegetativen Nervensystem, die sich auf die Entwicklung und die Gesundheit im gesamten späteren Leben auswirken können. Es sind «pränatale Monster» entstanden, die immer wieder in ihrer existentiellen Dimension in unseren Alltag einbrechen.

Um Gründe für aktuelle Schwierigkeiten oder Störungen eines kleinen Kindes besser verstehen zu können, ist es deshalb wichtig, dass alle Berufsgruppen der frühen Hilfen die Zeit von der Zeugung bis zur Geburt in ihre Arbeit miteinbeziehen.

Daher sind wir interessiert an Ihren Erfahrungen in Ihrem Berufsfeld. Erkennen Sie solche Monster? Und gelingt es Ihnen sogar, solche Monster zu bändigen? Wie gehen Sie mit den Kindern und den Eltern oder nächsten Bezugspersonen um?

Zürich, den 16. November 2019 Antonia Stulz Koller

Generelle Infos zu den Arbeitsgruppen finden Sie hier "Arbeitsgruppen"

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