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GAIMH - Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit

Die GAIMH setzt sich ein für die Förderung seelischer Gesundheit in der frühen Kindheit sowie für die Vermeidung und Früherkennung von Fehlentwicklungen.

| Hamburg

PäPKi®-Ausbildung: Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® für Säuglinge und Kleinkinder

Die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® ist eine neurophysiologisch orientierte Fördermethode für Kinder mit funktionellen, umschriebenen Entwicklungsstörungen und deren Eltern. Bei betroffenen Kindern ist ein nicht altersgemäßer Zuwachs von Fähigkeiten auf den Gebieten der Körperbeherrschung und Bewegung, der Sprache, der Aufmerksamkeit sowie der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung zu beobachten.

Die PäPKi®-Förderung umfasst gymnastische Übungen und psychomotorische Spielanregungen zum Nachtrainieren und Unterstützen physiologischer Haltungs- und Bewegungsmuster. Zu erzielen sind neben der Verbesserungen der grobmotorischen Koordination auch feinmotorische, blickmotorische und artikulatorische Verbesserungen. Mit der PäPKi®-Förderung werden die körperlichen Voraussetzungen für das schulische Lernvermögen erarbeitet. Einhergehend mit einer verbesserten körperbezogenen Selbstwahrnehmung kann auch die Entwicklung der Selbstkompetenz, der Sozialkompetenz und der Lernkompetenz des heranwachsenden Kindes deutlich verbessert werden. Eine Vielzahl an Verhaltensauffälligkeiten lassen sich durch die PäPKi®-Förderung reduzieren.
Ein weiterer Schwerpunkt bei der PäPKI®-Förderung liegt auf dem Einbeziehen der Eltern. Gezieltes Zeigen und Erklären von Bewegungs- und Entwicklungsphasen und -zielen stehen im Mittelpunkt der PäPKi®-Förderung. Die Eltern bekommen „Handwerkszeug“ vermittelt, mit dem sie die vielfältigen Entwicklungsauffälligkeiten besser einschätzen und mittels gezieltem Handelns und gezielter gymnastischer Übungen reduzieren können. Mit dem Einbeziehen der Eltern bei der meist im häuslichen Rahmen stattfindenden PäPKi®-Förderung wird ein veränderter, die Entwicklung unterstützender Umgang mit dem betroffenen Kind erreicht. Das pädagogische Handeln und letztlich das familiäre Miteinander ändern sich ins Positive.

Spezifische Ziele des PäPKI®-Ausbildungslehrgangs Unterrichtsinhalte und Lernziele:

  • Grundlagen zur Kindesentwicklung mit Schwerpunkt auf Neurophysiologie und Sensomotorik
  • diagnostische Verfahren unterschiedlicher Entwicklungs- und Lernauffälligkeiten
  • Beherrschen pädagogisch-und therapeutischer Interaktionen mit Kind und Eltern
  • Eigenverantwortliches Erstellen von Therapieplänen
  • Überprüfen des eigenen Handelns auf einer Metaebene

Mit Abschluss der PäPKi®-Ausbildungslehrgänge erwirbt die/der Auszubildende die Befähigung, diagnostisch und fördernd auf dem Gebiet der Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® tätig zu sein.

Auf der Grundlage der S3-Leitlinie umschriebener Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen (UEMF, ICD10:F82) der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) bietet der PäPKi®-Fortbildungslehrgang Einblicke in das neurobiologische Entstehungsgeschehen umschriebener Entwicklungsstörungen und vermittelt Techniken zum Umgang und Fördern von betroffenen Kindern und deren Eltern.

Die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® ist seit 1. Januar 2018 als anerkannte Methode im Erfahrungs Medizinischen Register EMR in Basel/Schweiz geführt unter der Methodennummer 144. Ab 1. Januar 2020 wird die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® bei Säuglingen und Kleinkindern unter der EMR-Methode Nr. 215 geführt und die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® bei Vorschul- und Schulkindern unter der EMR-Methode Nr. 216.

Weitere Informationen erfahren Sie auf den Seiten des Erfahrungs Medizinischen Registers EMR in Basel/ Schweiz www.emr.ch

Zielgruppe
Voraussetzungen für die Aufnahme der Ausbildung sind:

1. eine abgeschlossene, staatlich anerkannte Berufsausbildung in heil-/pädagogischen, therapeutischen Arbeitsfeldern, wie Physiotherapie, Motopädie/Mototherapie, Psychomotorik, Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Pädagogik der frühen Kindheit, Erziehungswissenschaft, Frühförderung, Frühe Hilfen/Familienhebamme, Ergotherapie, Logopädie und Kinderheilkunde. Weiterhin wird zur Ausbildung zugelassen, wer sich ohne Vorliegen der o.g. Voraussetzungen erfolgreich einer Zugangsprüfung unterzieht oder Grundlagenausbildung für medizinische-therapeutische Heilhilfsberufe ( mind. 340 Lernstunden) und

2. der Nachweis einer mindestens zweijährigen Berufserfahrung in heil-/pädagogischem, therapeutischem oder pädiatrischem Kontext oder eines Vorpraktikums von sechs Wochen Dauer (Vollzeit) in einer heil-/pädagogischen, therapeutischen oder pädiatrisch orientierten Einrichtung.

Organisation/ Zeitplan
Modul 1 : 03.10. bis 05.10.2024
Modul 2: 06.12. bis 07.12.2024
Modul 3: 22.02. bis 23.02.2025
Modul 4: 14.06. bis 15.06.2025

Hybrid-Seminar:
Virtuelles Präsenzseminar/ Präsenzseminar,
Pädagogische Praxis für Kindesentwicklung PäPKi®,
Schanzengrund 42,
21149 Hamburg (HH-Hausbruch)

Kosten
Die Kursgebühr beträgt 2100,- Euro pro Person.

Seminarleitung
Prof. Dr. Wibke Bein-Wierzbinski,
Päd. Praxis für Kindesentwicklung PäPKI®
www.paepki.de

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