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GAIMH - Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit

Die GAIMH setzt sich ein für die Förderung seelischer Gesundheit in der frühen Kindheit sowie für die Vermeidung und Früherkennung von Fehlentwicklungen.

| Wien

Seminar für Fachpersonen: „ADHS & Trauma im Kindes- und Jugendalter“, Traumazentrum - die Boje

Zeit: 17:00 - 20:30 Uhr Uhr (vier Einheiten zu je 45 Minuten)
Teilnehmer:innen:
max. 12 Personen
Ort:
Traumazentrum – die Boje, Hernalser Hauptstraße 15/2. Stock/5b, 1170 Wien
Preis:
€ 80,-

In dem bekannten Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ des Frankfurter Kinderarztes Heinrich Hoffmann (1845 für seinen dreijährigen Sohn geschrieben) wird in der Geschichte vom Zappelphilipp eindeutig pädagogisches Missverhalten mit den entsprechenden traumatisierenden Folgen dargestellt. Lange- bis heute- wird dieses falsche Postulat aufrechterhalten, obwohl bereits der Erstbeschreiber dieser Störung (Still 1902) damals von einer primären biologischen Ätiologie ausging. Aktuelle Forschungen weisen eindeutig auf eine neuropsychologische Störung auf organischer Basis hin: Störungen des Arbeitsgedächtnisses und somit der Exekutivfunktionen, mangelnde Konnektivität mit sensorischen Arealen sowie Fehlen von hemmenden Impulsen (Barkley 2011). Das typische Symptomtrias- Hyperaktivität, Impulsivität und Aufmerksamkeitsstörung-  meist kombiniert mit zusätzlichen komorbiden Symptomen (Angst, Depressivität, Störungen des Sozialverhaltens, etc.) muss somit darauf zurückgeführt werden.

Noch heute werden betroffene Kinder diszipliniert, enttäuschende Schulleistungen kommentiert- die Folge sind Schuld- und Insuffizienzgefühle, negativer Selbstwert, Depression und Aggression! Eltern werden als erziehungsinkompetent dargestellt!

Unterstützung muss in Form von psychoedukativer Intervention, Aufklärung des sozialen Umfelds (Kindergarten, Schule, etc.)  und Entwicklung einer positiven Perspektive stattfinden. Individuelle Therapiekonzepte basieren auf atraumatischen nichtmedikamentösen (Elterntraining, Psychotherapie) und- wenn nötig- medikamentösen Maßnahmen. Sie orientieren sich an der Ätiologie der Störung, ihren Symptomen und deren Folgen. ADHS hat unbehandelt eine fatale Prognose und führt dann häufig zu Sucht, Delinquenz, Depression und auch Suizid.

Referent: Prim. Dr. Ralf GÖSSLER
Ausbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater an der Medizinischen Universitätsklinik, Wien
Langjähriger Primararzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie Rosenhügel und Floridsdorf
Individualpsychologe

Weitere Informationen: www.traumazentrum-die-boje.at

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