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GAIMH - Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit

Die GAIMH setzt sich ein für die Förderung seelischer Gesundheit in der frühen Kindheit sowie für die Vermeidung und Früherkennung von Fehlentwicklungen.

Parallelveranstaltungen, 16:00 - 17:30

Block II „FÖRDERUNG und BETEILIGUNG“

PII/01: Kinderrechte im SGB IX – praxisbezogen angewendet, Gitta Hüttmann (Potsdam)

Für Kinder mit (drohenden) Behinderungen und Beeinträchtigungen sowie für die qualifizierte Beratung ihrer Eltern sind spezifische Angebote wichtig, um eine altersentsprechende Entwicklungsbegleitung anzuregen. Für diese Entwicklungsbegleitung halten Interdisziplinäre Frühförderstellen und Sozialpädiatrische Zentren differenzierte Angebote vor und tragen damit für die Sicherstellung der Kinderrechte von Kindern mit (drohenden) Behinderungen bei. Die aktualisierten gesetzlichen Grundlagen im SGB IX / BTHG bieten dafür einen wichtigen Rahmen, um dem Ausbau von Unterstützungsangeboten im Interesse der Eltern, abgestimmt zwischen den beteiligten Fachkräften, Rechnung zu tragen. Praxisbezogen geht der Workshop auf diese gesetzlichen Grundlagen ein und vermittelt die Möglichkeiten der regionalen Anwendung zur Stärkung der Kinderrechte für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen. Praxisbezogene Beispiele können gerne mitgebracht werden, um gemeinsam über die Stärkung der Kinderrechte von Kindern mit und ohne (drohende) Behinderungen unter Beachtung aktualisierter gesetzlicher Grundlagen ins Gespräch zu kommen.

Gitta Hüttmann

Heilpädagogin, Überregionale Arbeitsstelle Frühförderung, Potsdam

PII/02: Kinderrechte – für alle Kinder! Was heißt das im Kontext von Behinderung? – Ein Blick auf Bedarfe und Angebote, Eva Klein (Offenbach)

Die UN-Kinderrechtskonvention gilt für alle Kinder gleich. Damit sie ihre Wirkung für Kinder in ihren vielfältigen Ausgangslagen entfalten kann, bedarf es einer Auslegung der einzelnen Artikel. Was heißt z.B. das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung in Bezug auf ein Kind mit einer Beeinträchtigung oder Entwicklungsverzögerung (natürlich unter Einbezug all der anderen Faktoren, die je individuell zusammenspielen)? Um dies in den Blick zu nehmen, wurde die UN-Behindertenrechtskonvention in Ergänzung der Konvention der allgemeinen Menschenrechte entwickelt. Was die Rechte für Kinder im Kontext von Behinderung bedeuten, was neben dem Aspekt der Bildung außerdem wichtig ist für bestmögliche Entwicklungschancen, welche Umsetzung für ein Kind in seiner Individualität und seiner Umwelt konkret erforderlich ist und welche Angebote zur Unterstützung bestehen soll im Workshop mit Blick auf junge Kinder vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.

Dipl.-Päd., Dipl.Soz.päd., Eva Klein

Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle in Stadt und Kreis Offenbach

PII/03: „Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht plant ist …“ – Angebotsgestaltung in den Frühen Hilfen am Beispiel der Planungskonferenz Konstanz, Yvonne Richter und Rüdiger Sieger (Konstanz)

In der Stadt Konstanz gibt es im Rahmen der Frühen Hilfen viele Angebote für die Zielgruppe Schwangere und Eltern mit Kleinkindern (0-3 Jahre). Frühe Hilfen sind jedoch mehr als die Summe verschiedener Einzelangebote. Frühe Hilfen sind ein System von aufeinander abgestimmten Unterstützungsleistungen, die an den Bedarfen der Zielgruppe ausgerichtet sind. Um dieses Ziel in der Stadt Konstanz zu erreichen, auf Bedarfe zu reagieren und Angebote entsprechend anzupassen bzw. neu zu schaffen, wurde in Konstanz eine Planungskonferenz Frühe Hilfen ins Leben gerufen. Die Planungskonferenz Frühen Hilfen liefert als sektoren-, trägerübergreifende und fallunspezifische Kooperationsform Impulse zur Gestaltung der Infrastruktur in Konstanz. In diesem Workshop stellen wir Ihnen die Ziele und Aufgaben sowie die Beteiligten und die Arbeitsweise der Planungskonferenz Frühe Hilfen vor, möchten Sie an den bisher gemachten Erfahrungen teilhaben lassen und freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Ihnen.

Yvonne Richter

Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen und Rüdiger Singer, Abteilungsleiter Jugendhilfeplanung beim Sozial- und Jugendamt Konstanz

Rüdiger Singer

Abteilungsleiter Jugendhilfeplanung beim Sozial- und Jugendamt Konstanz

PII/04: Der sozialen Karriereleiter fehlen unten ein paar Sprossen – Können Babylotsinnen in Geburtskliniken eine Sprosse ersetzen? Georg Kaesehagen-Schwehn (Freiburg) und Nicole Hellwig (Hamburg)

Alle Kinder haben das Recht auf ein gesundes und gutes Aufwachsen, auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Doch ihre Entwicklungschancen sind noch immer sehr unterschiedlich. Alle Eltern haben das Recht auf Unterstützung bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung durch die staatliche Gemeinschaft. Aber nicht alle Eltern wissen, welche Möglichkeiten zur Entlastung und Unterstützung es für sie gibt, wenn es mal eng wird. Das Dilemma von Prävention: Wer Entlastung besonders dringend braucht, weiß oft nicht, was helfen könnte und wen man im Bedarfsfall ansprechen kann. Genau deswegen gehen Babylots*innen schon vor der Geburt in der gynäkologischen Praxis, in der Geburtsklinik oder auch in der Kinderarztpraxis auf Eltern zu und fragen nach: Was brauchen Sie ...? Kennen Sie ...? Im Workshop wird am Beispiel der Tätigkeit von Babylotsinnen in der Geburtsklinik aufgezeigt, wie die vertrauensvolle Ansprache von (werdenden) Eltern gelingt. Mit dem Fokus auf den Gelingensbedingungen während der Pandemie werden zudem Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Caritasverbandes zu Müttern mit Neugeborenen und Babylotsinnen vorgestellt und diskutiert. Zum Gelingen gehören auch vertiefte Kenntnisse der lokalen Angebote Früher Hilfen, die für Entlastung, Unterstützung und Stärkung von Eltern sorgen. Damit sich die Chancen ihrer Kinder auf ein gesundes und gutes Aufwachsen verbessern.

M.A. Georg Kaesehagen-Schwehn

Sozialmanagement, Deutscher Caritasverband, Freiburg

Dipl.-Soz.päd. Nicole Hellwig

Qualitätsverbund Babylotse e.V., Hamburg

PII/05: Die Sicht der Kinder – Einschätzung von kindlicher Entwicklung und Befindlichkeit als Orientierung in frühen Inobhutnahmeverfahren, Maria Mögel-Wessely (Zürich)

Babys und Kleinkinder, die zum Schutz ihrer weiteren Entwicklung und psychischen Integrität platziert werden, sind oft schon seit der Schwangerschaft hohen Belastungen ausgesetzt. Trotzdem werden die Kinder anlässlich einer ersten Inobhutnahme selten bezüglich ihrer allgemeinen Entwicklung und psychischen Befindlichkeit pädiatrisch und psychologisch abgeklärt. Dabei belasten die Verstörungen der Kinder rasch die Beziehung mit den neuen Bezugspersonen und gefährden so die Stabilität der Platzierung. Der Workshop widmet sich der Frage, wie eine systematische Einschätzung der kindlichen psychosozialen Gesundheit im Platzierungsverfahren erhoben werden kann, welche Abklärungsinstrumente hier geeignet sind und wo solche Modelle schon zum Einsatz kommen. Dazu werden Fallbeispiele vorgestellt.

Dr. phil. Maria Mögel-Wessely

Praxisgemeinschaft Baby und Kleinkind, Zentrum für Entwicklungspsychotherapie und Abteilung Entwicklungspädiatrie des Universitätskinderspitals, Zürich

PII/06: Gleichwürdigkeit und Partizipation – Auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung und weniger Adultismus, Gerhild Damm (Berlin)

Wir Erwachsenen haben gegenüber Kindern zweifellos mehr Macht und Verantwortung, sind für das Wohl und den Schutz des Kindes zuständig und entscheiden, ob und wie wir Kinder beteiligen. Die große Herausforderung besteht darin, uns dieser machtvollen Rolle bewusst zu werden und die eigene Haltung zu reflektieren. Der Begriff Adultismus beschreibt die Ungleichbehandlung von Kindern aufgrund ihres Alters, welche sich in Botschaften an Kinder, Regelungen und Tagesabläufen zeigen kann (z.B. beim Schlafen, Essen, Anziehen), die Kindern wenig Mitbestimmung ermöglichen. Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung zu begleiten bedeutet vor allem, sie in ihrem Selbstwert zu stärken, sie zu ermutigen, ohne sie zu loben, zu belohnen oder zu bestrafen und sie selbst erkennen zu lassen, was sie brauchen, um in möglichst vielen Bereichen sich zu regulieren und über sich selbst bestimmen zu dürfen. Für pädagogische Fachkräfte ist dies bedeutsam, da in der SGB VIII Reform mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz genau dieses Thema aufgenommen wurde: „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ Insbesondere durch die Erfahrungen in der Corona-Pandemie, in der es zu teils großen Einschnitten in der Beteiligungsmöglichkeit von Kindern gekommen ist, ist es ein wichtiges Anliegen dieses Workshops, für dieses Kinderrecht zu sensibilisieren. Dies erfolgt im Austausch anhand von Videos und Praxisbeispielen der Teilnehmenden.

Mag. Gerhild Damm

Kindergartenpädagogin, Erziehungswissenschaftlerin, EPB- und STEEP™-Beraterin, Berlin

PII/07: Verstehen und Verstanden werden – Wie werden wir durch Sprechen Säuglingen und Kleinkindern gerecht? Karsten Krauskopf (Potsdam)

Zu wem sprechen wir als Beratende, wenn wir mit dem Säugling sprechen? Wie vermittelt sich das Gesagte? Sollten wir immer die „Wahrheit“ sprechen? In der Forschung zu Mutter-Säuglings-Interaktionen (zu Vätern liegt noch nichts vor), zeigt sich klar die wechselseitige Abhängigkeit von Selbst- und Fremdregulierung. Jedoch wird in dieser Forschung das Sprechen mit dem Säugling bisher ausschließlich unter dem Aspekt der Rhythmisierung betrachtet; ob es Unterschiede macht, was gesagt wird, ist unklar. Im Gegensatz dazu finden sich in der beziehungsorientierten Beratungsarbeit in der Eltern-Säuglings-Beratung explizit Interventionsansätze, die das bewusste (inhaltliche) Ansprechen der Säuglinge theoretisch begründen und beschreiben. Im Workshop soll gemeinsam an Video- und Fallbeispielen exploriert werden, wie das «Sprechen mit dem Säugling» sich über das Interaktionsgeschehen vermitteln. Teilnehmende sind eingeladen eigene Fälle einzubringen!

Prof. Dr. Karsten Krauskopf, Dipl. Psych.

Psychoanalytiker i.A., Professor für Psychologie in der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Potsdam

PII/08: „Raumstation“. Ein sicherer Ort und eine intensive Zeit mit Kindern – Mit kindgerechter Kommunikation den Zugang zur Kinderperspektive eröffnen, Dagmar Nieke (Emmerich am Rhein)

Immer mehr Kinder leiden unter psychischen Auffälligkeiten und sozialen Ängsten. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Kinderarmut, Fluchterfahrungen und nicht zuletzt die CoronaPandemie führen dazu, dass das gesunde Aufwachsen der Kinder gefährdet ist. In diesem Workshop soll das Konzept „Raumstation“ vorgestellt werden. Die Raumstation ist ein sicherer Ort für Kinder. Dort erleben sie eine intensive Zeit mit pädagogischen Fachkräften, die ihnen zuhören und die in einer kindgerechten Art und Weise mit ihnen kommunizieren. Pädagogische Fachkräfte werden in wahrnehmender Beobachtung und in sensitiver Responsivität geschult, um so die vielfältigen Ausdrucksformen der Kinder wahrzunehmen, zu interpretieren und angemessen darauf zu reagieren. Dies alles bildet die Basis für eine kindgerechte Kommunikationskultur, die das zentrale Element des Konzeptes „Raumstation“ darstellt. Während der Raumstation-Zeit kommen vielfältige Methoden zum Einsatz, bei denen die Kinder ihre Gefühle zum Ausdruck bringen können. Gleichsam lernen sie, ihre Emotionen zuzulassen und sie zu verstehen. Sie erfahren Sicherheit und lernen neues Vertrauen zu sich und anderen aufzubauen. Die Kinder lernen ihre Rechte kennen, sie bekommen eine Stimme. Die Zertifizierung zur „Fachkraft Raumstation“ versetzt pädagogische Fachkräfte in die Lage, die Ängste der Kinder aufzuarbeiten, die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit zu fördern und sie an allen Belangen der kindlichen Lebenswelt partizipieren zu lassen.

M.A. Dagmar Nieke

Kindheits- und Medienpädagogin, Diskurs Niederrhein, Emmerich am Rhein

PII/09: Zur Bedeutung von „Geschlecht“ in Krippen – Schlussfolgerungen für die Beteiligung der Kinder, Ute Schaich (Frankfurt)

Ein wesentliches Fundament der Partizipation von Kindern in der Kinderkrippe ist eine wertschätzende Interaktion und Kommunikation, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und Herkunft. Geschlechterstereotype und Vorurteile schränken sie ein. In dem Forschungsprojekt „Geschlechterdifferenzierung in Krippen - eine ethnographische Studie im multikategorialen Kontext“ (2020-2022, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst) wurde untersucht, wie Geschlecht in den Interaktionen zwischen Kindern in den ersten drei Lebensjahren, ihren Eltern und Pädagog:innen bedeutsam gemacht wird, wie sich entsprechende Praktiken auf manifester und latenter Ebene verstehen lassen und welche Verknüpfungen zu weiteren Differenzlinien (soziale Herkunft, Ethnie, Hautfarbe) zu finden sind. Dazu wurden Beobachtungen im Alltag von drei Kinderkrippen sowie Interviews mit Fachkräften und Eltern durchgeführt und ausgewertet. Im Workshop werden wesentliche Ergebnisse vorgestellt und im Hinblick auf fördernde und hemmende Faktoren der Beteiligung von Kindern diskutiert.

Prof. Dr. Ute Schaich

Gruppenanalytikerin, Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit, University of Applied Sciences, Frankfurt am Main

PII/10: Sozialindexbasierte Planung für systemübergreifende Versorgung – Empfehlungen der UAG Eltern-Kind-Familie des Landesbeirats für seelische Gesundheit, Berlin Sibylle Winter und Hans Willner (Berlin)

Sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der medizinischen Versorgung zeigt sich deutlich, dass schon sehr junge Kinder im Baby, Kleinkind- und Vorschulalter behandlungsbedürftige Auffälligkeiten zeigen. Z. B. hat sich in den Berliner Einschulungsjahrgängen seit fünf Jahren eine deutliche Verschlechterung der kognitiven, motorischen und sprachlichen Entwicklung dargestellt. Ebenso gibt es Hinweise auf eine zunehmende psychische Belastung der Eltern. Um die Kinder und ihre Familien als Gesamtsystem von der Schwangerschaft bis zum jungen Erwachsenenalter zu begleiten, sind Niederschwelligkeit und Interdisziplinarität im Rahmen einer umfassenden systemübergreifenden Versorgung notwendig. Dabei stellt die seelische Gesundheit den Ansatzpunkt der UAG Eltern-Kind-Familie des Landesbeirats für psychische Gesundheit in Berlin dar. Um die Entwicklung von Kindern von frühester Kindheit an im Hinblick auf ihre seelische Gesundheit zu begleiten und diese sicherzustellen, ist die Entwicklung eines komplexen bereichsübergreifenden Versorgungsangebotes notwendig. Es soll ab der Schwangerschaft fortlaufend bis zum jungen Erwachsenenalter sowohl präventiv wirksame als auch kurative Elemente beinhalten und bisher schon bestehende Angebote einbeziehen und ergänzen. Der Workshop stellt ausbaufähige Möglichkeiten zur Begleitung der Kinder und ihrer Familien im Hinblick auf ihre ganzheitliche (auch körperliche) Gesundheit in Berlin dar.

Prof. Dr. Sibylle Winter

Stellvertretende Klinikdirektorin und Leitende Oberärztin, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Charité-Universitätsmedizin, Campus Virchow, Berlin

Dr. med. Hans Willner

Dipl.-Theol., Leiter der Klinik für Seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter, St. Josef Krankenhaus, Berlin-Tempelhof

PII/11: Mit- und Selbstbestimmung beim Mittagessen in der Krippe – Alarmierende Befunde aus der "BIKA"-Studie, Frauke Hildebrandt (Potsdam)

Die BiKA-Studie (Beteiligung im Kita-Alltag) untersuchte von 2018 bis 2020 in gemeinsamer Verantwortung der Fachhochschule Potsdam und dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut PädQUIS®, An-Institut der ASH Berlin und Kooperationsinstitut der Universität Graz, die Qualität in der Kindertagesbetreuung mit Fokus auf die Verwirklichung der Beteiligung von Kleinkindern. Damit rückt dieser wichtige, von Fachpersonen und großen Trägerverbänden eingeforderte Teil der Prozessqualität in den Mittelpunkt, der bisher auf nationaler Ebene noch wenig Beachtung gefunden hat. Untersucht wurde, wie es Pädagoginnen und Pädagogen in Kindertagesstätten gelingt, die Perspektive und Bedürfnisse der betreuten Kinder in angemessener Weise zu berücksichtigen und ihre Mitwirkung in den für sie wichtigen Lebenssituationen zu sichern. Dazu wird zum einen die Fähigkeit der Pädagogin bzw. des Pädagogen erfasst, die Signale junger Kinder zu erkennen und darauf zu reagieren, sie feinfühlig und unterstützend zu begleiten, zum anderen ihre Kompetenz, ritualisierte Schlüsselsituationen im Alltag der Kindertagesstätte partizipativ zu gestalten. Neben diesen auf Partizipation gerichteten pädagogischen Kompetenzen der Fachkräfte geht es darum, die Reaktion von Kindern auf die partizipationsorientierten Interaktionen der Fachkräfte zu untersuchen. Im Zentrum des Workshops stehen sowohl die partizipationsorientierten Kompetenzen der Fachkräfte wie auch die entsprechenden kindlichen Reaktionen, die für die Studie in Alltagsroutinen des Mittagessens in Krippen videografiert wurden.

Prof. Dr. Frauke Hildebrandt

Professorin für Pädagogik in der Kindheit an der FH Potsdam, Kooperativer Masterstudiengang Frühkindliche Bildungsforschung der Fachhochschule und Universität Potsdam

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