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Buch: Inés Brock-Harder (2025): Starke Bindung trotz schwierigem Start. Kösel-Verlag.
Zehn Empfehlungen zur Gesundheitsversorgung von Kindern, die in Institutionen und Pflegefamilien leben
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Pflegekinder, d.h. Kinder aller Altersstufen 0-18, die in Heimen oder Pflegefamilien aufwachsen, sind häufig psychisch und physisch stärker belastet als Gleichaltrige und leiden häufiger unter Einschränkungen in ihrer Entwicklung. Ihre gesundheitliche Versorgung ist dagegen lückenhaft. Durch Platzierungswechsel, die Nöte ihrer leiblichen Eltern und die Aufsplitterung der Erziehungsverantwortung auf wechselnde Bezugspersonen und Institutionen erhalten sie meist nicht die Aufmerksamkeit für ihre Gesundheit, die Kinder üblicherweise bekommen.
Eine verbesserte Kommunikation unter den Helfern, insbesondere von ärztlicher und psychotherapeutischer Seite gegenüber den Behörden, soll den Bedürfnissen dieser verletzlichen Patientinnen und Patienten, Säuglingen bis jungen Erwachsenen (Careleaver), mehr Gewicht verleihen.
Im Auftrag von pädiatrie schweiz, dem Kollegium für Hausarztmedizin KHM und der Schweizer Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie SGKJPP haben Oskar Jenni, Leitung Abteilung Entwicklungspädiatrie Kinderspital Zürich und ich gemeinsam mit Expertinnen aus dem Pflegekinderbereich zehn Empfehlungen für eine umfassende Gesundheitsversorgung von Pflegekindern formuliert und mit einem Argumentarium, einem Leitfaden plus Checkliste für Ärzt:innen und einem Leitfaden für Eltern ergänzt. Mit dieser Initiative sollen Verbesserungen in der Versorgungssituation der betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Schweiz angeregt werden.
Alle Unterlagen sind in italienischer und französischer Sprache auf der Homepage von pädiatrie schweiz verfügbar.
Fremdplazierte Kinder - pädiatrie schweiz (paediatrieschweiz.ch)
