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GAIMH Arbeitsgruppen 19. Februar 2026
Programm
Die Arbeitsgruppen starten um 9.00 Uhr und können im Rahmen des Vorprogramms von Mitgliedern der GAIMH besucht werden.
AG Kinderschutz und Frühe Hilfen
AG-Leitung:
Bärbel Derksen & Anne Künster
Kontakt im Vorstand:
Martina Wolf
AG Entwicklungsbegleitung
AG-Leitung:
Nancy Munsche & Nadia Di Bella
Kontakt im Vorstand:
Mina Najdl
AG Psychisch kranke Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern
AG-Leitung:
Patricia Trautmann-Villalba & Silvia Reisch-Fritz
Kontakt im Vorstand:
Barbara von Kalckreuth
Liebe Kolleginnen,
dieses Jahr erhalten Sie die Einladung zum Arbeitstreffen der AG Psychisch kranke Eltern nicht von den beiden Gruppenleiterinnen Patricia Trautmann-Villalba und Silvia Reisch-Fritz. Beide können nicht zur Tagung kommen, grüßen Sie aber ganz herzlich.
Ich werde diesmal die Leitung übernehmen.
Mein Interesse an unserem Thema ist in meiner Praxistätigkeit als Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapeutin entstanden. Darin war die postpartale Depression ein Schwerpunkt. In Deutschland hat die Einführung der Elternzeit zu zunehmender Präsenz von Vätern geführt. Damit werden auch deren psychische Reaktionen sichtbar und zugänglich.
Die Peripartalzeit, von der Konzeption bis zum ersten Lebensjahr des Kindes, wird gerade in Leitlinien ausformuliert und damit einer fachlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von der GAIMH vertritt in der Arbeitsgruppe Dr.med. Fernanda Pedrina die Perspektive von Baby und Eltern.
Ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgruppe ist, dass Ihre Themen ausreichend Raum und Zeit bekommen. Wenn Sie mögen, teilen Sie sie mir einfach per mail mit. Sonst spontan vor Ort.
Bis bald mit herzlichen Grüßen,
Barbara Kalckreuth
AG Psychoanalyse und Psychotherapie
AG Leitung:
Sabine Fiala-Preinsberger
Kontakt im Vorstand:
Beate Priewasser
Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie und Kinderanalyse
In der Arbeitsgruppe setzen wir uns zu Beginn mit dem Spiel des Kleinkindes aus psychoanalytischem Blickwinkel auseinander. Anhand von Fallbeispielen wird dieser besondere therapeutische Zugang zum Kind verdeutlicht. Das Setting, der therapeutische Raum, das Angebot der Spielsachen und die Haltung der Therapeutin und des Therapeuten werden diskutiert. Im freigewählten Spiel wird die Heftigkeit der intensiven libidinösen, aggressiven Gefühle und der Konflikte deutlich. Bereits das kleine Kind spürt, dass der Therapieraum ein besonderer Ort ist.
Das Kind spielt kreativ seine Phantasien Hoffnungen, Wünsche, seine Not und zeigt in der Übertragung, wie es seine Bezugspersonen „verwendet“. Dadurch können wir mit seinem inneren Erleben in Berührung kommen und Veränderungsprozesse in Gang bringen.
Das therapeutische Spiel ist nicht einfach Spiel oder Bespaßung, sondern hochdifferenzierte Kommunikation zwischen Kind und Therapeut:in und Kommunikation des Kindes mit sich selbst.
Im zweiten Teil besteht die Möglichkeit, eine eigene Fallvignette zu präsentieren.
AG Säuglingspsychosomatik
AG-Leitung:
Michael Watson
Kontakt im Vorstand:
Magret Ziegler
Die AG Psychosomatik bietet angelehnt an das diesjährige Tagungsthema interaktiv mit Fallbeispielen den fachlichen Austausch mit den Teilnehmerinnen. Die Leiter werden kurze theoretische Inputs zum Spiel von Kleinkindern in klinischen Situationen geben und eigenes kasuistisches Material zur Verfügung stellen.
Eigene Beiträge der Teilnehmenden haben Vorrang.
AG Leitung
Antonia Stulz & Sarah Burgard
Kontakt im Vorstand:
Martina Wolf
Wie bringen Kinder prä-, peri- und postnatale Erfahrungen in ihrem Spiel zur Sprache?
Spielen ist auch die Sprache des Ungeborenen. Die Sinnesorgane zum Beispiel werden stufenweise durch die Anregungen von aussen entwickelt. Das Ungeborene erlebt sich - seine Umgebung ertastend und erfühlend, dann auch riechend und schmeckend - als handelndes Wesen, und bringt so seine Innenwelt mit seiner nächsten äusseren Umgebung in Verbindung. Der eigene Körper, die Nabelschnur, die Fruchtblase – dies alles sind dokumentierte erste Spielzeuge. Sich geborgen, wahrgenommen und angenommen fühlen ist bei all den neuen Erfahrungen von zentraler Bedeutung, pränatal sowie in der frühen Kindheit. Die Kreativität und die Bewegungen dieses frühen Spiels werden beibehalten und in der Kindheit ausdifferenziert.
Einsteigen in das diesjährige Arbeitsgruppentreffen möchten wir mit einer kurzen Selbsterfahrungssequenz aus der Bindungsanalyse.
In einem 1. Teil möchten wir erkunden, wie Kinder pränatale Erfahrungen im alltäglichen Spiel zeigen. Amara Eckert, Professorin der Psychomotorik gibt uns mit eindrücklichen Bildern einen Einblick in die symbolische und verkörperte Sprache aller Kinder weltweit.
In einem 2. Teil gehen wir auf die Spielsprache der Kinder in der Psychotherapie ein, wenn es darum geht, alltägliche Verhaltensauffälligkeiten besser verstehen zu lernen. Wir besprechen an Hand von Fallbeispielen, wie Kinder frühste körperliche Erinnerungen aus der pränatalen und der postnatalen Zeit um Ausdruck bringen.
Dabei ist uns ein interdisziplinärer Austausch mit Ihnen sehr wichtig.
