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GAIMH - Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit

Die GAIMH setzt sich ein für die Förderung seelischer Gesundheit in der frühen Kindheit sowie für die Vermeidung und Früherkennung von Fehlentwicklungen.

Parallelveranstaltungen, Freitag 13.45 – 15.15 Uhr

Block I

PI/01: Wie Aufrichtung, Berührung und Selbstwahrnehmung die Spielentwicklung im Säuglingsalter vorbereiten - Ein Brückenschlag zwischen Entwicklungsneurologie, Meridianen und der kindlichen Entdeckerfreude, Karin Kalbanter-Wernicke & Dr. Thomas Wernicke

Vertiefung zum Vortrag

Karin Kalbanter-Wernicke

International anerkannte Expertin auf dem Gebiet der kindlichen Entwicklung und Autorin. Ihre Konzeption neuer Gesundheitsprogramme machte sie zu einer national und international bekannten Fachfrau im Gesundheitsbereich.

Dr. Thomas Wernicke

Ärztlicher Leiter des therapeuticum rhein-main, Präsident der Internationalen Gesellschaft für Traditionelle Japanische Medizin (IGTJM e.V.), Mitinitiator internationaler Kongresse für japanische Medizin, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen und mehrerer Fachbücher.

PI/02: Kindliche Beeinträchtigungen der Spielfähigkeit und Aufmerksamkeitsregulation im Kontext belasteter Eltern-Kind-Interaktionen und -beziehungen - Dr.med. Nikolaus von Hofacker

In dem Workshop werden die Inhalte des Vortrags vertieft und an Fallbeispielen illustriert. Differentielle Manifestationsformen beeinträchtigter Spielfähigkeiten bei unterschiedlichen Störungsbildern in der frühen Kindheit werden aufgezeigt und diskutiert. Fallbeispiele und -vignetten der Teilnehmer:innen sind willkommen, an denen dann gemeinsam gearbeitet werden kann.

Dr.med. Nikolaus von Hofacker

1987-1998 Facharztausbildung Pädiatrie und Kinder- u. Jugendpsychiatrie in München, Hamburg und Landshut. 1999 Aufbau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Klinik München-Harlaching. Seit 2013 in eigener Praxis niedergelassen als Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut. Eltern-Säuglings- und Kleinkindpsychotherapie. Supervision. Dozententätigkeit.

PI/03: Wie Spielen Gehirn erschafft - und was wir daraus lernen können - Vertiefung, Dr. Christoph Göttl

Im Workshop widmen wir uns der Frage, woran wir gestörtes oder fehlendes Spiel im frühen Kindesalter erkennen – und wie wir Kinder und ihre Bezugspersonen gezielt dabei unterstützen können, (wieder) ins Spiel zu finden. Aufbauend auf den im Vortrag dargestellten neurobiologischen Grundlagen des Spiels vertiefen wir die Beobachtung spieltypischer Entwicklungsmuster sowie deren Abweichungen – und was diese mit Bindungserfahrungen, Regulationsfähigkeit und Beziehungskultur zu tun haben.

Anhand ausgewählter Videoausschnitte (u. a. zu Bindungsstilen, tierischem Spielverhalten und frühen Interaktionsmomenten) reflektieren wir praxisnah, wie freies Spiel gefördert und angestoßen werden kann – gerade auch unter schwierigen Bedingungen. Gemeinsam erarbeiten wir Interventionsideen für pädagogische, therapeutische und familienunterstützende Kontexte – mit Blick auf Alltag, Haltung und Handlungsspielräume.

Dr. Christoph Göttl

ist Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut mit einer Spezialisierung auf Traumatherapie. Seit 2007 entwickelt er den Ansatz der NeuroDeeskalation®. Christoph und seine Frau Elke Schulen gemeinsam mit ihrem Team in Österreich, Deutschland, Schweiz, England, Belgien und Kanada in Settings der Psychiatrie, Kinder- und Jugendhilfe, Einrichtungen und Familien mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Pflege- und Adoptivfamilien und Pädagogik.
Er arbeitet als Trainer, Coach, Supervisor und Vortragender für NeuroDeeskalation® und weiterhin mit Familien und Patienten in seiner Praxis ressourcenreich.

PI/04: Grundlagen und Anwendungsbereiche des therapeutischen Sandspieles, Dr.in Eva Pattis-Zoja

Die theoretischen Grundlagen  des therapeutischen Sandspiels nach Dora Kalff wurzeln  in der Jungschen Psychologie. Anhand von klinischen Vignetten  wird versucht zu zeigen, wie sich frühkindliche Erfahrungen im Sandspiel von Kindern und Erwachsenen abbilden und weiter entwickeln. Sandspiel wird heute sehr unterschiedlich angewandt.  Eine Diskussion über solche  verschiedene  Möglichkeiten  der Anwendung ist willkommen. Wir werden dabei herausarbeiten, was  die Methode strukturell ausmacht und  wie sie hingegen an unterschiedlichen Gegebenheiten angepaßt werden kann.    

Dr.in Eva Pattis-Zoja

ist Psychologin, Jung'sche Analytikerin, Kindertherapeutin und Sandspieltherapeutin mit privater Praxis in Mailand. Sie hält regelmäßig Lehrveranstaltungen am Jung Institut in Zürich und Wien sowie auf den Lindauer Psychotherapiewochen, daneben Lehrtätigkeit in New York sowie langjährige Ausbildungstätigkeit in den "Developing Groups" der Internationalen Gesellschaft für Analytische Psychologie (IAAP) in China und Südamerika, Entwicklung der Methode der Expressiven Sandarbeit.  

PI/05: Sensory Play: Das sensorische Spiel in der Krippe und in Eltern-Kind-Kursen als Unterstützung der Selbstwahrnehmung und der Sinnesschulung, Melanie Buttenmüller B.A. und Milena Lück

Mit unterschiedlichen Materialien zur Sinneswahrnehmung und freiem Entdecken werden die verschiedenen Sinne angesprochen. Im Workshop soll auf die Chancen (gelingende Selbstwirksamkeit, Selbstwahrnehmungsfähigkeit, Methoden zur Selbstregulation) der Sinnesförderung im frühkindlichen Alltag eingegangen werden:
Wie kann dies im Alltag einer Betreuungseinrichtungen konkret gelingen, wie in einen Eltern-Kind-Kurs eingearbeitet werden? Welche Materialien eigene sich hierfür? Wie kann eine gelungene Entdeckerumgebung geschaffen werden?
Auch auf die Grenzen der Arbeit mit Sinnesmaterialien soll eingegangen werden (Bsp: Geschmacksinn im ersten Lebensjahr nur durch geeignete Nahrung, nicht im Spiel, Geruchssinn: Grenzen der Verwendung von ätherischen Ölen in den ersten drei Lebensjahren), ebenso eine kritische Diskussion des ressourcenschonenden Einsatzes von Materialien (Nahrungsmittel) erfolgen.  
Anhand einer praktischen Übung soll das besprochene Wissen selbst erfahrbar werden.

Melanie Buttenmüller B.A.

Sozialpädagogin, Erzieherin

Milena Lück

Erzieherin und Montessori-Pädagogin

PI/06: Wenn Alltagssituationen eskalieren – artgerecht Spiele als Konfliktlösung, Nicola Schmidt

In diesem Workshop vermitteln wir die Grundlagen des konfliktlösenden Spiels in der frühen Kindheit (0–3 Jahre) und seine Bedeutung für die Elternarbeit bei Themen wie Autonomie, Bindung, Trennungsängsten und sozial unangepasstem Verhalten. Jeder kennt das: Babys und Kleinkinder haben keine Lust, sich die Zähne putzen zu lassen, wollen sich nicht waschen oder an- und ausziehen. Solche Alltagssituationen können leicht zu Machtkämpfen führen. Kinder fühlen sich dabei oft überwältigt, besonders wenn Erwachsene unter Zeitdruck stehen und die Kleinsten müde sind oder Autonomie üben.

Was wäre, wenn sich solche Konflikte spielerisch lösen ließen – ohne Zwang, mit Gelassenheit und Verbindung? Hier setzt das Konzept „Spiele als Konfliktlösung“ an: Ziel ist es, festgefahrene Situationen aufzulösen und die Kooperationsbereitschaft zu fördern. Das zugrundeliegende Konzept der Entwicklungspsychologin Aletha Solter wird ergänzt durch Forschung, die zeigt, dass kleine Kinder kooperativer sind, wenn wir mit ihnen vorher singen, schaukeln oder spielerisch in Kontakt gehen. Oft genügen wenige Momente, um Kooperation wiederherzustellen.

In der artgerecht Ausbildung und Elternbegleitung haben wir Solters Ansatz seit vielen Jahren für den Alltag adaptiert und in Workshops und Familiensommercamps vielfach erprobt. In unserer Aus- und Fortbildung zur artgerecht Methode vermitteln wir diese Ansätze wissenschaftlich fundiert und praxisnah an Eltern und Fachkräfte. Im Workshop betrachten wir Fallbeispiele und erarbeiten, wie sich das Konzept vermitteln und konkret anwenden lässt.

Nicola Schmidt

Wissenschaftsjournalistin, Buchautorin

PI/07: Spiel aus sprachentwicklungspsychologischer Sicht nach Barbara Zollinger, Mag.a Daniela Schneidergruber

Der Workshop soll einladen, in die faszinierende Welt des kindlichen Spiels und seine Bedeutung für die sprachliche und ganzheitliche Entwicklung einzutauchen, basierend auf den Theorien von Barbara Zollinger.

Vier Kompetenzbereiche im Spiel:

  • Praktisch-gnostische Kompetenzen: Kinder erkunden ihre Umwelt, erkennen Gegenstände, kategorisieren sie und verstehen erste Zusammenhänge. Das Spiel fördert diese Fähigkeiten und unterstützt das Sprachverständnis.
  • Symbolische Kompetenzen: die Bedeutung des spontanen Spiels, die Entdeckung von funktionalen Handlungen, die zu einfachen symbolischen Handlungen werden und letztendlich in der „Königsdisziplin“ – dem Rollenspiel – enden.
  • Sozial-kommunikative Kompetenzen: Von der Triangulation mit der Mutter / dem Vater bis hin zur Loslösung der Kinder: ihre und die Grenzen anderer durch das „Nein“ erkennen, sich als eigenständige Person – das „ICH“ entdecken, mit anderen zu interagieren.
  • Sprachliche Kompetenzen: Von der Notwendigkeit der Artikulation, dem Aufbau der Grammatik, des Wortschatzes und des Sprachverständnisses. Das Spiel bietet vielfältige Gelegenheiten zum Üben der korrekten Artikulation, Erweitern des Wortschatzes, Aufbau der Grammatik, Erweitern des Sprachverständnisses.

Der Workshop soll aufzeigen, welch wichtige Rolle die Spielentwicklung für die Sprachentwicklung spielt, wie sehr Spiel- und Sprachentwicklung untrennbar miteinander verbunden sind und gibt praktische Tipps zur Unterstützung der sprachlichen – und somit auch zur Spielentwicklung – der Kinder.

Mag.a Daniela Schneidergruber

  • Ausbildung zur Kindergärtnerin und Horterzieherin; als Berufsorientierungspädagogin beim AMS tätig
  • 1996 – 1999 Ausbildung zur Logopädin am AKH – Wien; 2000 – 2006 Studium der Psychologie Universität Klagenfurt, anschl. Ausbildung zur klinischen Psychologin und Gesundheitspsychologin; Fort-/Aus-/ Weiterbildung und Praktikum im „Zentrum für Kleine Kinder“ in Winterthur (Zollinger);
  • Langjährig als Logopädin und in weiterer Folge als Klinische Psychologin tätig; seit 2020 als Kassenpsychologin im Bezirk Feldkirchen / Kärnten tätig; Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision (Logotherapie und Existenzanalyse)
PI/08: Die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen für die Entwicklung von Eltern-Kind-Spiel und Kreativität, Prof. Dr. Karl-Heinz Brisch

Für die Entwicklung des Symbolspiels und eines kreativen Spiels sind wache, feinfühlige, emotional verfügbare Interaktionen zwischen Kind und Bezugsperson eine wichtige Voraussetzung. Wie aber kann sich ein kreatives Spiel eines Kindes und die Fähigkeit zur Kreativität bis ins Erwachsenenalter entwickeln, wenn Säuglinge schon sehr früh durch ihre Bindungspersonen traumatisiert werden, die Bezugspersonen selbst unverarbeitete Traumata erlebt haben und durch den Säugling getriggert werden? Ist dies ein Hindernis für die Entwicklung von kreativem Spiel? Oder beginnen Kinder, die traumatischen Erfahrungen im Spiel zu verarbeiten? Ist Trauma nicht oftmals – wie viele Biografien von Künstler:innen zeigen– gerade die Voraussetzung für kreative Prozesse und der Beginn einer künstlerischen Karriere? Im Workshop werden wir uns anhand von theoretischen Überlegungen und Fallbeispielen mit Videodemonstration mit diesen Fragen auseinandersetzen.

Prof. Dr. Karl-Heinz Brisch

Kinder- und Jugendpsychiater, Kinder- und Jugendpsychotherapeut

PI/09: Spiel als Brücke - wie Väter feinfühlig stärken und begleiten, Anna Ruppelt M.A.

Wie können Väter durch gemeinsames Spielen eine sichere Bindung zu ihren Kindern aufbauen? In diesem Workshop tauchen wir in das Konzept der "Spielfeinfühligkeit" ein – die Fähigkeit, beim Spielen die Bedürfnisse, Signale und Emotionen des Kindes
wahrzunehmen und darauf einfühlsam zu reagieren. Spielerische Interaktion ist ein wichtiger Schlüssel für emotionale Nähe, Vertrauen und gesunde Entwicklung. Gemeinsam werden wir vertiefen, was Spielfeinfühligkeit ab Geburt bedeutet und warum sie so wichtig ist. Anhand von Spielanregungen aus dem PEKiP® Konzept werden einige praxisnahe Videobeispiele präsentiert.

Anna Ruppelt M.A.

Magister Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkten Phänomenologie, Entwicklungspsychologie und Soziologie der Familie Jungend und Erziehung, PEKiP-Gruppenleiterin, Geschäftsführerin PEKiP e.V., Doktorandin Entwicklungspsychologie an der Bergischen Universität Wuppertal

PI/10: Spielinteraktion und Beziehungsqualität: Der Care-Index als videogestütztes Diagnose- und Forschungsinstrument, Dipl. Päd. Peter Kälble

Der von der Bindungsforscherin Patricia Crittenden entwickelte CARE-Index gewinnt seine Erkenntnisse aus der systematischen Analyse einer dreiminütigen, videografierten Spielinteraktion zwischen einem Säugling und einem Erwachsenen. Durch seine phänomenologisch konsequente Fokussierung auf das Verhalten des Säuglings kann er vorhandene pathologische Entwicklungen erkennen und bestimmen. Dies ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung der Beziehungsqualität (und damit einer möglichen Gefährdung) sowie die Ableitung von Behandlungszielen für beraterische und/oder therapeutische Interventionen. Bisher ist er das einzige Analyseverfahren für das frühe Kindesalter (0 bis 15 Monate), das verdeckt feindseliges Verhalten des Erwachsenen identifizieren und echte von vorgetäuschter Kooperation bei Säuglingen unterscheiden kann. Der CARE-Index lässt sich sowohl im Rahmen von Forschungsvorhaben als auch in der klinischen Arbeit mit Säuglings-Eltern-Dyaden sinnvoll einsetzen.
In dem Seminar sollen die Grundzüge des CARE-Index anhand von Videobeispielen vorgestellt werden.

Dipl. Päd. Peter Kälble

Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut (VAKJP) in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt frühkindliche Regulationsstörungen, Lehrtherapeut/Supervisor am IPR-AKJP, Aufbau und Mitarbeit an der Säuglingsambulanz des IPR-AKJP, langjähriger Vorsitzender des IPR-AKJP, CARE-Index Trainer (Family Relations Institut Reggio Emilia & Miami), Ausbildungsleiter TIA (Therapeutische Interaktions-Analyse), SKEPT-Ausbilder am IPR-AKJP

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